Die Rhein-Zeitung berichtete am 6.10. davon, dass jedes vierte Kind in Rheinland-Pfalz einen Migrationshintergrund hat und ebenso viele Kinder bei der Einschulung Sprachrückstände aufweisen.

Linksjugend [’solid] Rheinland-Pfalz wundert sich über diese Fakten nicht, da die Bundesrepublik Deutschland in Sachen Kinderbetreuung ein Entwicklungsland ist.

Deswegen fordert der der Partei Die Linke. nahe stehende Jugendverband eine flächendeckende und kostenfreie Kinderbetreuung, eine Verbesserung der Ausbildung der ErzieherInnen und die Schaffung zusätzlicher Stellen in den Kreisen zur professionellen Sprachförderung. Denn eine Studie der OECD kommt zu dem Schluss, dass eine frühzeitige Förderung von Kindern bereits vor Schuleintritt zu mehr Chancengleichheit in der Bildung führt. Dies ist dringend notwendig, da es im deutschen Bildungssystem maßgeblich von der finanziellen und sozialen Herkunftssituation der Eltern abhängt, welche Chancen man hat. So zeigen Statistiken, dass 17,5% der ausländischen SchülerInnen die Schule ohne Abschluss verlässt und nur 7,2% der deutschen, was sich sowohl auf das Bildungssystem als auch auf die mangelnde Sprachförderung in der Vorschule zurückführen lässt.

Nicht zuletzt hat mehr gemeinsames Lernen noch einen anderen Vorteil: Es hilft bei der Ausprägung von Toleranz.

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