Die Linksjugend [’solid] Rheinland-Pfalz kritisiert die immer engere Zusammenarbeit der Bundeswehr mit dem Bildungsministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur.

Ein im Februar dieses Jahres verabschiedetes Rahmenabkommen zwischen Land und Bundeswehr ermöglicht der Bundeswehr schon in der Schule potenzielle zukünftige Arbeitnehmer zu werben und die eigenständige Meinungsbildung nach eigenen Vorstellungen einseitig zu beeinflussen.

Mit dieser Strategie versucht die Bundeswehr sich für junge Leute wieder als  attraktiver Arbeitgeber anzubieten und gleichzeitig ihr Imageproblem wett zu machen. In einem Land, welches selbst in zahlreiche Kriegseinsätze verstrickt ist, macht sich zurecht Unmut breit. Daher ist es nicht verwunderlich, dass das Ansehen der Bundeswehr innerhalb der Bevölkerung stetig sinkt.

Die Begründung der Landesregierung, dass eine Zusammenarbeit von Bundeswehr und Bildungsorganen der besseren Demokratieerziehung und politischen Bildung diene, halten wir für vorgeschoben.

Es ist äußerst bedenklich, dass die SPD-geführte Landesregierung Verantwortung für Bildung und Erziehung an eine Institiution abgibt, in deren eigenen Reihen die Menschenrechte bekanntlichermaßen mit Füßen getreten werden und Misshandlungen fast schon auf der Tagesordnung stehen. Gar haben Menschen, bei denen Gewalt als eine Möglichkeit zur Lösung von Konflikten angesehen wird und deren einziges Ziel es ist, durch Verschleierungstaktiken Schüler als potenzielles Kanonenfutter zu ködern, an Schulen absolut nichts zu suchen!

Wir fordern die sofortige Rücknahme des Kooperationsvertrages zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Bundeswehr!

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