Kommt nach Bonn!
Für ein ganz anderes Klima!
Systemwandel statt Klimawandel

Nach dem peinlichen Scheitern der UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen steht fest: So wird die Welt nicht gerettet. Der Weg der marktförmigen Lösungen, der mit dem Emissionshandel und den daran gebundenen flexiblen Mechanismen seit Jahren gefahren wird, ist mehr Teil des Problems als Teil der Lösung. Trotz des Kyoto-Protokolls stiegen die weltweiten Emissionen den letzten Jahren weiterhin drastisch an. Die Auswirkungen des Klimawandels treffen zuerst die meist bitterarme Bevölkerung des globalen Südens, der Region, die nur für den allergeringsten Teil des Ausstoßes an Treibhausgasen verantwortlich ist. Noch ist der Klimawandel in den reichen Industriestaaten nicht angekommen und vielleicht ist es deshalb so, dass ein Kurswechsel in der Klimapolitik nicht auf der Tagesordnung steht.

Wir stellen uns gegen eine Klimapolitik, die beide Augen willig zudrückt, wenn dabei bloß alles weiterhin seinen gewohnten Gang läuft. Nicht zu vergessen, dass die globale Erderwärmung auch ein großes Geschäft ist, bei dem einige viel Geld damit verdienen, sich und anderen langsam die Lebensgrundlage zu zerstören. Zum Beispiel die vier großen deutschen Energiekonzerne ENBW, eon, RWE und Vattenfall, die Rekordprofite erzielen, indem sie Kohle- und Atomkraftwerke laufen lassen. Auch mit dem Klima kann man zocken.

Wir als Linksjugend[‘solid] fordern eine demokratisch organisierte, soziale und umweltfreundliche Wirtschaftsweise, in der nicht für Profite die Umwelt zerstört wird, sondern nachhaltig produziert wird, um allen ein gutes Leben zu ermöglichen. Es ist keine Notwendigkeit, dass sich Umsätze aus Kohle- und Atomstrom auf überfüllten Privatkonten angehäuft werden. Es wäre möglich, statt dessen auf günstige regenerative und dezentrale Energieproduktion umzustellen und die geschaffenen Werte als gesamtgesellschaftliches Eigentum zu behandeln. Dasselbe Prinzip gilt natürlich auch für andere Wirtschaftszweige.

Quelle: Bundesverband (Steht nicht mehr zur Verfügung!)

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