3. – 05. September in Meuchefitz

Zur Vorbereitung treffen wir uns schon im September im Wendland: u.a. gibt’s Workshops zu Energiewende, Enteignung und Rekommunalisierung, Geschichte der Anti AKW Bewegung sowie Aktionstraining vor Ort.

Während die Bundesregierung mit der Debatte um Laufzeitverlängerungen die gesellschaftliche Auseinandersetzung um Atomkraft wieder angeheizt hat, sollen im November erneut Castor-Behälter mit hochradioaktivem Müll ins Zwischenlager Gorleben rollen. Obwohl die Untersuchungsausschüsse zum „Versuchsendlager“ Asse (Niedersächsischer Landtag) und zum Salzstock Gorleben selbst (Bundestag) immer deutlicher ans Licht fördern, dass eine dauerhaft sichere Lagerung von Atommüll in diesen Salzstöcken unmöglich ist, hält die Politik am Standort Gorleben fest, um den radioaktiven Müll loszuwerden. Aber nicht nur, weil die ungelöste Endlagerfrage einer der schwächsten Punkte der Atomlobby ist, wird sich der Konflikt um die Zukunft unserer Energieversorgung im November im Wendland wieder besonders zuspitzen. Die Castor-Transporte und die Proteste dagegen sind nicht nur in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen zum Symbol des Kampfes vieler Anti-Atom-Bewegter aus allen politischen Spektren geworden – sie sind auch ein Ort, an dem tausende nicht nur ihren Protest hörbar machen, sondern selbst aktiv werden und sich dem ganz alltäglichen Wahnsinn der Atomkraft in den Weg stellen. Das passiert mit einer Bandbreite von Aktionen, die von Demonstrationen, Mahnwachen und Gottesdiensten über Sitzblocken bis zu Barrikenbau und konfrontativeren Aktionsformen reicht.Wenn die Bundesregierung im Spätsommer ihre neue Atompolitik verkündet, wird Gorleben ein erster Gradmesser dafür, ob sie damit durchkommt. Rot-grün ist es gelungen, mit dem „Atomkonsens“ einerseits den Atomkonzernen einen jahrzehntelangem Weiterbetrieb ihrer Anlagen zu ermöglichen und andererseits Teile der Bewegung mit einer Ausstiegsperspektive irgendwann in der fernen Zukunft zu befrieden. Dieser scheinbare Frieden ist vorbei – und wir wollen ihn natürlich nicht mit einer Rückkehr zum Atomkonsens wiederherstellen. Der Ausstieg muss jetzt passieren, und für eine ökologische und soziale Energiewende brauchen wir eine demokratische Kontrolle über unsere Energieversorgung.

Wie das genau aussehen soll, wie wir dafür kämpfen können und was wir genau für den Castor-Transport im November planen, wollen wir beim Anti-Atom-Wochenende in Meuchefitz vom 3.-5. September besprechen. In einem mit der Anti-Atom-Bewegung eng verbundenen Tagungshaus werden wir uns u.a. mit Workshops zur Enteignung der Energiekonzerne und den möglichen Strukturen einer demokratischen Energieversorgung, Informationen zur Geschichte der Anti-Atom-Bewegung und konkreten Aktionstrainings für November für den Kampf gegen die Atomindustrie fitmachen.

Für Verpflegung und Unterkunft am WE gibt es einen Teilnahmebeitrag von 12€. Am Geld soll die Teilnahme für niemanden scheitern – sagt uns Bescheid, wenn es ein Problem damit gäbe, wir finden dann auf jeden Fall eine Lösung.

Weitere Informationen zu den Protestplanungen für November gibt es bald hier. Wenn ihr Fragen habt oder mitmachen wollt, sprecht Mitglieder das AK Klima auf dem Sommercamp an oder meldet euch bei ak-klima@solid-web.de. Wir vermitteln euch auch gerne ReferentInnen für Veranstaltungen in den Basisgruppen.

Quelle: Bundesverband

 

Achtung! Wenn ihr mitfahren wollt, ist eine Anmeldung beim Bundesverband notwendig!

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