Am heutigen Dienstag, dem 01. Mai 2012, ging es mal wieder raus auf die Staße, um den Nazis in Bonn zu zeigen, dass sie wie immer unerwünscht sind.

Morgens trafen wir uns mit einigen Antifaschisten und der Grünen Jugend Koblenz vorm Hauptbahnhof und fuhren zu neunt nach Bonn. Nach einer knappen Stunde waren wir auch schon angekommen und machten uns zu Fuß auf zum Bahnhof Bonn-Beuel. In Beuel angekommen sahen wir auch schon ein großes Polizeiaufgebot, welches sich aber noch sehr passiv verhielt. Am Beueler Bahnhof befand sich schon eine große bunte Menschenmenge, um die Nazis bei ihrer Ankunft gebührend zu empfangen. Allerdings verzögerte sich die Ankunft der Nazis etwas.

Da wir keine Lust mehr hatten, ewig auf die Rechten zu warten, begaben wir uns in die Obhut einer anderen antifaschistischen Gruppe, die willens war, die Nazidemo zu blockieren, doch schon nach kurzer Zeit mussten wir feststellen, dass es unmöglich war, auf die Naziroute zu gelangen. Ok, zuvor hatten das zwar schon mehrere andere Gruppen geschafft, doch die wurden, unter Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz direkt wieder geräumt.

Zwischenzeitlich stärkten wir uns dann am Stand der AWO Beuel. Es gab Erbsensuppe und einiges mehr gegen Spende. Danke dafür;)
Da wir es nun aufgegeben hatten die Naziroute blockieren zu wollen, reihten wir uns in eine SPD-Kundgebung ein, da kurz nach unserer Ankunft dort die Nazis vorbeimarschieren sollten. Unter lauten rufen und dem Klang der Internationalen (die SPD Beuel hatte ein Fahrrad mit Musikanlage mitgebracht) begrüßten wir das braune Pack und wünschten ihnen eine angenehme Demonstration:)

Nachdem der Spuk vorüber war, zogen wir zur nächsten Absperrung um auch da den Nazis zu verstehen zu geben, dass sie hier und anderswo auch nicht erwünscht sind!

Zu unserer Freude stellten wir fest, dass in ganz Beuel Anti-Nazi-Plakate an Häusern befestigt waren und die Bewohner teils auch mit Musikanlagen versuchten, das idiotische Gewäsch der Nazis zu übertönen. Es gab sogar eigens kreierte Aufkleber und Buttons, die wir gern mitnahmen.

Jetzt war jedoch der Moment gekommen, zum Beuler Bahnhof zurückzukehren, da auch die Nazis ihre Demo so langsam beendeten.

Wir dachten zwar wir würden nochmal auf das braune Pack treffen, aber so schnell wie sie kamen, gingen sie auch wieder. So kamen wir zu spät zum Beueler Bahnhof um den Nazis noch einen schönen Abschiedsgruß hinterherzuschicken.

Da jetzt nix mehr los war, begaben wir uns, nach einer kleinen Stärkung im örtlichen Döner-Laden, wieder zurück zum Bonner Hauptbahnhof, um unsere Rückreise anzutreten.

Insgesamt standen den knapp 300 erschienenen Nazis ein paar tausend Linke aller Coleur gegenüber.

Wir konnten die Nazis zwar nicht vom Marschieren abhalten, aber die eigentliche Naziroute wurde zuvor schon gerichtlich auf knapp die Hälfte zusammengestutzt und den Nazis hallte allerorts die Abneigung der Bürger und diverser Gruppen entgegen.

Deshalb sehe ich diese Gegendemo als gelungen an.

Natürlich darf auch in Koblenz eine 1. Mai-Demo nicht fehlen und so zogen gegen Mittag mehrere hundert Gewerkschaftsmitglieder durch die Koblenzer Innenstadt. Diese Demo verlief ohne Vorkommnisse.

„Wenn die Österreicher von uns Reparationen verlangen sollten, dann werde ich Ihnen die Gebeine Adolf Hitlers schicken.“

Zitat Konrad Adenauer 

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