Am Samstag, den 08.09.2012, versammelten sich ca. 200 Aktivist_Innen aus verschiedenen politischen Gruppierungen am Bahnhof Ingelheim, um die jährliche Demonstration gegen den dort ansässigen Abschiebeknast durchzuführen.
Doch nicht nur gegen den Abschiebeknast selbst, sondern auch gegen Pläne für die Entstehung eines weiteren Gefängniskomplexes für Asylant_Innen an einem anderen Standort wurde entschiedener Protest gewagt.

Die Aktion begann mit diversen Redebeitragen von beteiligten Aktivist_Innen. Die mit Abstand ergreifenste Rede stammte von einem ehemaligen Insassen, der erschreckend genau beschrieb, wie furchtbar und menschenunwürdig dieLebensverhältnisse dort waren.

Nach kräftigem Applaus setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung und machte auf seiner Tour in Richtung Gefängnis einen Zwischenstopp an der Stadtverwaltung in Ingelheim. Dort gab es weitere Redebeiträge beteiligter Organisationen, welche einen direkten Apell an die Verwaltung richteten, den Abschiebeknast endgültig zu schließen.

Schließlich kam der Protestzug am Gefängnis an, das von der Polizei gut bewacht wurde, und alle Beteiligten machten lautstark auf sich aufmerksam, damit auch die Inhaftierten mitbekommen konnten, das für sie gekämpft wird. Die Veranstaltung verlief insgesamt sehr friedlich und heiter ab und auch nach der Demonstration gab es vor Ort und in der Nähe politische & kulturelle Angebote.

Kein Mensch ist illegal!

Lasst uns gemeinsam für die Abschaffung aller Abschiebeknäste, die Aufhebung der Residenzpflicht und insgesamt für einen menschenwürdigeren Umgang mit Flüchtlingen kämpfen!

Eure Linksjugend RLP

 

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