Zu den Spenden des Allianz-Versicherungskonzerns in Höhe von insgesamt 150.000 Euro an alle im Bundestag vertretenen Parteien und ihre Jugendorganisationen außer Die Linke erklärt Julia Range, Bundessprecherin der Linksjugend [`solid]: „Wir sind weiterhin stolz darauf, keine Spenden von Unternehmen zu erhalten. Wir sind ein unabhängiger Jugendverband, der sich kritisch mit dem Wirtschaftssystem und seinen Auswirkungen sowie der Diskussion von Alternativen in der Gesellschaft auseinandersetzt. Wer solche Unternehmensspenden annimmt, gibt damit seine Unabhängigkeit in der politischen Arbeit auf und macht sich mitschuldig an der Unterhöhlung der Demokratie.“

Daher fordert die Linksjugend [’solid] die Führungsspitzen von SPD und Grünen auf, auf die an sie gerichteten Spenden zu verzichten. Range weiter: „Ebenso appellieren wir an die Jusos und Grüne Jugend – als wichtige BündnispartnerInnen in vielen Bereichen – die Annahme solcher Spenden grundsätzlich zu verweigern und somit ein deutliches Zeichen gegen Lobbyismus und gegen politische Einflussnahme seitens der Wirtschaft zu setzen.“

Dass nun auch Jugendverbände von Großkonzernen „geschmiert“ werden, dürfe nicht zur Normalität werden. Deshalb fordert die Linksjugend [’solid] ein generelles Verbot von Unternehmensspenden. „Wir lassen uns unter keinen Umständen unsere zwingend notwendige Kapitalismuskritik verbieten, während sich gleichzeitig die Prekarisierung der Lebensverhältnisse junger Menschen stetig verschärft – schon gar nicht mit Spenden von Großkonzernen!“, so die Bundessprecherin.

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