Am 29. September fanden in zahlreichen Städten unterschiedlichste Aktionen statt, bei denen auch die Linksjugend beteiligt war, alle mit dem gleichen Ziel: Dass der Reichtum, der in der BRD existiert, gleicher und gerechter verteilt wird. Denn der Reichtum in der Bundesrepublik ist mittlerweile so ungleich verteilt, dass die reichsten 1% über 35% des deutschen Gesamtvermögens besitzen, die reichsten 10% besitzen zwei Drittel. Auf der anderen Seite hat die Hälfte der Bevölkerung gar kein Vermögen oder sogar Schulden. Ständig wird uns erzählt, es sei kein Geld da: Kein Geld für die Renovierung der Schule, kein Geld für das Jugendzentrum und die Bustickets werden auch immer teurer. Gleichzeitig steigen trotz Krise die Einkommen der Reichen, während wir immer weniger Geld in der Tasche haben. Der Spruch “Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel”, ist für viele Menschen bittere Realität. Daber ist eigentlich genug Reichtum für alle da. Niemand müsste arm sein und grundlegende Dinge wie Bildung, Nahverkehr, Gesundheit und ähnliches sollten und könnten kostenlos sein, genauso, wie sich alle ein schönes Leben leisten können sollten. Der krasse Reichtum auf der einen, massenhafte Armut und Sparzwang auf der anderen Seite, all das ist kein Naturgesetz. Auch nicht, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird. Solange allerdings Vermögende – gegenüber dem Großteil der Bevölkerung – verhältnismäßig wenig zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen müssen, wird sich daran nichts grundlegend ändern.   Reichtum umfairteilen! Mit der Aktion in Mainz – gemeinsam mit der Grünen Jugend und Attac – haben wir gezeigt: Wir einen gerechten Anteil vom Reichtum! Wir wollen einen Lohn, der für ein schönes, unbeschwertes Leben reicht und nicht nur zum bloßen Überleben. Leben, statt nur überleben! Wir wollen kostenlose, gute Bildung, bezahlbaren ÖPNV und ansprechende Kulturangebote. Deswegen fordern wir die Umverteilung des Reichtums: Diejenigen Personen und Unternehmen, die über einen sehr großen Besitz verfügen, sollen einen Teil davon abgeben, damit mehr Gelder für Dinge da sind, die allen zu Gute kommen! Für unsere Arbeit wollen wir außerdem einen gerechten Lohn! Schließlich sind wir es, die den Gewinn für unsere ArbeitgeberInnen erwirtschaften, und damit den Großteil unseres Tages verbringen. Damit wir wenigstens unsere Freizeit nach unserem Wünschen gestalten können, fordern wir einen Mindestlohn für alle abhängig Beschäftigten und Azubis.  

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