Der Journalist „Thomas Kuban“ hat geheime Rechtsrock-Konzerte – die Begleitmusik zu Mord und Totschlag – mit versteckter Kamera ausgespäht und gefilmt, wie Neonazis Nachwuchs rekrutieren. 

Mit ihm fragen sich viele Menschen: Wie ist es möglich, dass ihre Konzerte weiterhin stattfinden, dass sie für einen Aufmarsch am 1. Mai in Frankfurt bundesweit mobilisieren können? Welche Gegenwehr ist möglich?

Filmvorführungen

Freitag, 19. April 2013

Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Gibt‘s doch gar nicht“ – Rechtsextremismus in Mainz, unterstützt durch die Heinrich-Böll-Stiftung RLP
Capitol, Mainz
19:00 Uhr Öffentliche Vorstellung, Vorverkauf im Fancafé im HDJ, Mitternachtsgasse 8 (mo + mi 18-22 Uhr)
Dienstag, 23. April 2013

Nach den Filmvorführungen diskutiert ein Vertreter der Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V. mit dem Publikum
„Blut muss fließen, knüppelhageldick, und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik“, schreit der Sänger von der Bühne. Dutzende kahlrasierte Skinheads grölen mit und heben den Arm zum Hitlergruß. Szenen eines Neonazikonzertes, irgendwo in der deutschen Provinz, gefilmt mit versteckter Kamera von „Thomas Kuban“ (Pseudonym ), der zum eigenen Schutz nicht erkennbar gezeigt wird. Solche Konzerte werden an geheim gehaltenen Orten durch das verbotene Netzwerk Blood and Honour, Hammerskins, Division 28, aber auch von der NPD und deren Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten organisiert, oft im Vorfeld oder als Abschluss eines rechtsradikalen Aufmarschs. 

Der Dokumentarfilm „Blut muss fließen – undercover unter Nazis“ von Peter Ohlendorf zeigt die Recherchen des „Thomas Kuban“, die gesellschaftlichen Hintergründe der Rechtsrock-Konzerte, kritisiert Sicherheitsbehörden, die selten einschreiten und die politische Wirkung dieser Begleitmusik zu Mord und Totschlag relativieren, stellt aber auch Bürgerinitiativen vor, die sich erfolgreich gegen Neonazi-Konzerte wehren. Er erreichte bisher mit seinem Film mehr als 24 000 Menschen.

Peter Ohlendorf will in Publikumsgesprächen den Film „von der Leinwand herunterholen“ und auch „Raum scha en für die Thematisierung örtlicher rechtsextremer Gegebenheiten und Kontexte“ und auch die von Neonazis
angekündigte und bundesweit beworbene Großkundgebung am 1. Mai vor
der Europäischen Zentralbank in Frankfurt ansprechen.

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