Mit einem gemischten Fazit schaut der Landessprecher*innenrat der Linksjugend Rheinland-Pfalz auf das arbeitsreiche Jahr 2013 zurück.

Für die Linksjugend RLP ist dieses Jahr viel passiert.

Es haben sich neue Ortsgruppen gegründet (u.a. Cochem-Zell und ausstehend Bad Kreuznach) und alte OGs wieder neu belebt. So sehen wir mit Freude den neuen Zuwachs gerade in ländlichen Gebieten.
Das Jahr begann für die Linksjugend RLP mit der Reaktion auf die Nominierung der Band Freiwild für den Musikpreis Echo. Als neues Material entstand so der Sticker „Fck Fr.WLD“, der sogar von der Linksjugend auf Bundesebene übernommen wurde. Ebenso stellte die Linksjugend RLP ihr Alleinstellungsmerkmal, die Kritik am Arbeitsfetisch, besonders durch ihren neuen Sticker „Ein Recht auf Faulheit“ heraus. Desweiteren steuerten wir zahlreiche Bilder zur neuen “Extremismusbegriffkampagne” unseres Bundesverbandes und der grünen Jugend bei.

Das Jahr 2013 war ebenfalls geprägt von antifaschistischer Arbeit, der Unterstützung der Proteste in Remagen und Dresden, die Blockade des Naziaufmarsch am ersten Mai in Frankfurt, sowie der „Komm-nach-vorn“-Kampagne gegen die Kriminalisierung von Antifaschist_innen. Ebenso feiern wir unsere Aufnahme in das NDC (Netzwerk für Demokratie und Courage) in RLP. Wie auch schon im Jahr zuvor, beteiligten sich einige Mitglieder der Linksjugend RLP auch an den diesjährigen Blockupy-Protesten in Frankfurt.

2013 als Wahljahr war geprägt von viel aktionsorientierter Arbeit, dabei kam aber die Stärkung unseres inhaltlichen Profils nicht zu kurz. Schwerpunktmäßig auseinandergesetzt hat sich die Linksjugend RLP mit dem Thema kostenloser ÖPNV, wobei sie auf der sommerlichen Landesmitgliederversammlung mehrere Konzepte diskutierte an Hand der verschiedenen Verbundunternehmen in Rheinland-Pfalz, die letztendlich in unserem neuen Flyer „Freie Mobilität“ mündeten. Aus der Landesmitgliederversammlung ging ebenfalls das neue Grundsatzprogramm hervor. Mit viel neuem Material zum Bundestagswahlkampf wie z.B. Lesezeichen, Bierdeckel und Legalize-it-Baggies, sowie „Kein Bock auf Nazis Bändchen“, ging die Linksjugend RLP pünktlich zum Wahlkampf an den Start. Sehr ins Auge stach auch unsere Aktionsidee “Insel des Sozialismus”, auf der Mensch es sich unter (Plastik)palmen auf Liegestühlen bequem machen und ganz in Ruhe unser neues Material begutachten konnte.

Auch war die Linksjugend RLP auf drei Festivals (Lott, Open-Ohr und “Kein Bock auf Nazis”) vertreten und konnte so in ungezwungener Atmosphäre viele Junggeblieben und Jugendliche für sich begeistern. Besonders stolz blickt die Linksjugend RLP auf die Bustour eine Woche vor der Bundestagswahl zurück. „Trotz fehlender finanzieller Unterstützung durch unsere Mutterpartei, gelang es uns, eine Bustour mit vielen Materialien und Stationen auf die Beine zu stellen. Das währe ohne bestimmte Einzelpersonen niemals möglich gewesen. Aber auch durch unser solidarisches Miteinander konnten wir die Bustour dennoch zu einem guten Ende führen.“, resümiert die Landessprecherin Nathalie Schäfer.

Ebenfalls nahm die Linksjugend RLP während der Wahl die Möglichkeiten der öffentlichen Darstellung in Pressegesprächen zum Thema Jugendwahlkampf war. Trotz unseres aufopferungsvollen Wahlkampfes und des Nicht-Einzugs der FDP und AFD zeigte sich nach der Bundestagswahl leider deutlich: Der lang ersehnte und erhoffte Politik- und Gesellschafswandel, hin zu mehr Mitbestimmung und Verteilungsgrechtigkeit, fand nicht statt. Stattdessen manifestierte sich die menschenverachtende Politik der konservativen “Mitte”, die durch eine große Koalition zementiert wurde. Die Linksjugend RLP rief die SPD-Mitglieder daraufhin zu einem (leider nicht geglückten) “Nein” zur GroKo auf. Mit einem neuen Weihnachtsflyer der die Schere zwischen Arm und Reich verdeutlichte und “Fck SPD-Stickern und Flyern” endete das politische Jahr der Linksjugend RLP.

Auf diesem Weg möchten wir uns bei allen Symphatisant*innen bedanken, die uns während dieses aufreibenden Jahres stets solidarisch zur Seite standen, sowie natürlich bei unseren alten und neuen Mitgliedern an der Basis, die sich immer wieder konstruktiv in unsere Arbeit einmischten und so unserem Verständnis von Partizipation Genüge taten.

Im neuen Jahr stehen wieder viele Dinge an. Wir bemühen uns z.B. wieder Festivalstände zu organisieren, begeben uns auf Europawahlkampf, ziehen gegen Nazis auf die Straße, nicht nur in Dresden und Remagen. Ebenso sehen wir uns am 1.Mai wieder in Frankfurt. Bei Blockupy sind wir ebenfalls wieder mit von der Partie. 2014 wird also sehr interessant werden.

Letztlich wünschen wir euch allen einen revolutionären Start ins neue Jahr 2014.

Für uns gibt es nur eine Losung: “What solution? Revolution!!!”

Euer LandessprecherInnenrat

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