Am 19.04. starben 950 Flüchtlinge vor der Festung Europa. Doch ihr Tod löste keine Welle der Empörung aus. Man schweigt sich lieber voller Scham aus, um nicht die Wahrheit sagen zu müssen. Die Wahrheit ist, dass diese Menschen von einem System ermordet wurden, das Menschen in existenzielle Nöte bringt, um noch exzessiver der Kapitalakkumulation für eine kleine, herrschende Elite frönen zu können.
Wir brauchen keine Asylrechtsverschärfung; auch härtere Strafen für sogenannte Schlepper (im Falle der DDR noch Fluchthelfer genannt) haben keine Priorität.
Was wir brauchen, sind legale und sichere Landwege nach Europa.
Was wir brauchen, ist eine Perspektive auf ein System, das nicht am Leid vieler Millionen Menschen verdient und sich gleichzeitig abschottet.
Was wir brauchen, ist ein ehrliches Trauern und Anerkennung, dass 950
Menschenleben zählen. Egal woher die Verstorbenen kommen.

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