Am Montag, den 20. Juli 2015, starben 30–50 linke Jugendliche, die beim Wiederaufbau der Stadt Kobanê helfen wollten, in Suruc durch ein Selbstmordattentat. Über 100 Menschen wurden verletzt. Es wird vermutet, dass der IS verantwortlich für diese grausame Tat ist. Eine direkte oder indirekte Unterstützung durch die Türkei ist nicht auszuschließen. Wir als Linksjugend [‘solid] Rheinland-Pfalz zeigen uns in Anbetracht dieses schrecklichen Ereignisses sehr erschüttert und sprechen allen Angehörigen und Verletzten unser tiefstes Mitgefühl aus.

Mehr als 300 Jugendliche trafen sich in einem linken Kulturzentrum der im kurdischen Teil der Türkei liegenden Stadt Suruc, um ihren Teil zum Wiederaufbau der durch den IS zerstörten Stadt Kobanê zu leisten. Während einer Pressekonferenz explodierte eine Bombe, die eine Selbstmordattentäterin mit sich führte. Genaue Opferzahlen gibt es noch nicht. Schon am Abend versammelten sich sowohl in der Türkei als auch im Rest Europas mehrere tausend Menschen, um ihre Trauer und ihre Wut auf die Straße zu tragen. Dabei kam es in Istanbul bis in die Nacht zu schweren Ausschreitungen, da die türkische Polizei Veranstaltungen regelmäßig angriff und so versuchte, einen würdevollen Trauermarsch zu unterbinden. Wir wünschen den Genoss*innen der Föderation der sozialistischen Jugendverbände der Türkei (SGDF) viel Kraft auf ihren weiteren Weg und hoffen, dass sich viele Internationalist*innen den Brigaden zum Aufbau des zerstörten Kobanê anschließen. Internationale Solidarität sollte erst Recht als Reaktion auf diesen feigen Anschlag das Gebot der Stunde sein.

Zudem fordern wir die Bundesregierung auf, endlich Druck auf das Erdogan-Regime aufzubauen. Freundschaftliche Zusammenarbeit mit einem Staat, der lieber Islamisten unterstützt, statt eine friedliche kurdische Autonomieregion zu akzeptieren, ist fehl am Platz.

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