Seit über 100 Jahren wird am 8.März international für die Gleichberechtigung aller Frauen* gekämpft. Und auch 2015 ist dieser Kampf noch längst nicht gewonnen!

Noch immer finden sich in allen Lebensfeldern und Gesellschaftsschichten strukturelle Diskriminierung und fehlende Gleichstellung der Geschlechter. Frauen* müssen sich im Beruf mit niedrigeren Löhnen, befristeten Verträgen und ungleichen Aufstiegschancen abfinden. Anerkennung fällt in den “klassischen Frauenberufen“,wie z.B. das Erziehungs- und Sozialwesen, meist aus.

Im Familienleben wird es weiterhin als selbstverständlich erachtet,dass von ihnen der Großteil der Hausarbeit und der Kindererziehung übernommen wird. Von Gleichberechtigung kann nicht die Rede sein!

Das Rollenbild, welches eine Frau* zu erfüllen hat ist fest in den Köpfen vieler Menschen verankert und wird vom Kindesalter anerzogen und permanent medial präsentiert und somit bestätigt.

Dadurch erleben Frauen* tagtäglich Objektifizierung und Stigmatisierung. Sei es durch offen sexistische Äußerungen und Handlungen oder durch versteckten Sexismus,welcher weibliche Personen,stets als das schwächere Geschlecht behandelt.

Diese Woche ist die Woche der schlechten SPD-Politik. Am Donnerstag wurde ein Gesetzesentwurf zur “Tarifeinheit” eingebracht, am Freitag dann das Gesetz, mit dem ein “Frauenquötchen” eingeführt wird. Beide Fälle zeigen, dass diese Koalition nicht dazu in der Lage ist, fortschrittliche Politik zu betreiben. Was hier auf den Weg gebracht wird, ist nur Augenwischerei, stellt aber im Kern keine Lösungen für soziale und gesellschaftliche Schieflagen dar!

Das “Frauenquötchen”, welches die Koalition auf den Weg gebracht hat, ist nicht mehr als ein schlechter Witz und hat nichts mit den ursprünglichen Forderungen der SPD zu tun. Es ist nicht der erste Fall, bei dem die SPD linken Zielen so weit abrückt. Wir erinnern uns an den Mindestlohn, welcher im besten Fall als Schweizer Käse bezeichnet werden kann oder an das aktuell debattierte Tarifautonomie-Gesetz.

Die Gleichberechtigung der Frau ist innerhalb der kapitalistischen Logik niemals vollständig zu erreichen. Dazu wusste Clara Zetkin, SPD- und KPD-Politikerin sowie Reichstagsabgeordnete, bereits:

“Die Emanzipation der Frau, wie die des ganzen Menschengeschlechtes, wird ausschließlich das Werk der Emanzipation der Arbeit vom Kapital sein.”

Deswegen heißt das Ziel auch am internationalen Frauen*kampftag, diese Logik zu überwinden!

Die linksjugend[‘solid] Rheinland-Pfalz ruft alle auf, am 8. März nicht nur Nelken zu verteilen,sondern auch ein starkes Zeichen gegen Sexismus, Rollenzwang und jede Form der Unterdrückung zu setzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere