Weltweit waren Ende 2017 insgesamt rund 68,5 Millionen Menschen von Flucht und Vertreibung betroffen. Um auf all diese Menschen aufmerksam zu machen, findet seit 2001 jährlich am 20. Juni der Weltflüchtlingstag statt.

Etwa 40 Millionen der Geflüchteten sind Binnenflüchtlinge – also Menschen, die innerhalb eines Landes auf der Flucht sind. Weitere 3,1 Millionen waren Asylsuchende. Diese Menschen, die aufgrund der Lage in ihrem Land gezwungen sind zu fliehen, benötigen jede mögliche Unterstützung. Doch stattdessen stoßen sie vielerorts auf Ablehnung. An den Grenzen Europas verhindert Frontex, dass die Flüchtenden sich in Sicherheit bringen können, auf dem Meer werden Rettungsboote, wie die von „Sea-Watch“, durch staatliche Maßnahmen an ihrem Handeln gehindert. Doch selbst wenn Geflüchtete die Einreise überlebt haben, sind sie noch lange nicht in Sicherheit: Besonders wenn man aus Ländern wie Afghanistan oder anderen Staaten kommt, die die Bundesregierung für sicher genug hält, muss man mittlerweile in mehr als der Hälfte aller Asylanträge damit rechnen, abgelehnt zu werden. Dass Abschiebungen nach Afghanistan durchgeführt werden, beurteilen Amnesty International und andere Menschentrechtsorganisationen als harten Verstoß gegen das Grundrecht auf Asyl, doch das interessiert diese Bundesrepublik nicht.

Wir sagen nein zu dieser menschenfeindlichen Politik! Wir fordern, dass die Grenzen für alle, die nicht mehr in ihrere Heimat bleiben können, geöffnet werden. Es muss endlich Schluss sein mit Frontex und der Festung Europa! Auch brauchen wir bessere Integrationsbedingungen, denn die Isolierung Geflüchteter in Camps und Arbeitsverbote verhindern, dass sie sich hier eine neue Existenz aufbauen können. Und durch die Hetze von AfD und Co. erfahren sie fast überall Ablehnung und Diskriminierung. Dabei ist es unsere Aufgabe gemeinsam mit Geflüchteten für bessere Arbeits- und Lebensstandards für alle zu kämpfen. Außerdem gilt es, Fluchtursachen zu stoppen. Dazu gehört ein Stopp der Waffenexporte in Krisengebiete. Das ist zwar offiziell schon verboten, doch durch Gestzeslücken gelingt es Unternehmen wie Rheinmetall weltweit in Kriegsregionen zu liefern. Das muss aufhören, wenn wir nachhaltig Flucht verhindern wollen!

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