Am Dienstag positionierte sich Reiner Hoffmann, DGB-Chef und SPDler , gegen aktive antifaschistische Gruppen. Er sicherte der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin zu, dass Räumlichkeiten des Deutschen Gewerkschaftsbundes nicht mehr an „gewaltbereite Gruppen“- gemeint sind sämtliche Antifa-Gruppen – vermietet werden. Man müsse sich „den Kampf gegen Rechts nicht erklären lassen“, so Hoffmann.

Damit bricht er vor der konservativen GdP, welche zu den acht Gewerkschaften des DGBs gehört, zusammen, welche schon seit längerem gegen die Vermietung von DGB-Räumen an Antifa-Gruppen mobilmacht. So wurde im Oktober 2017 den Veranstaltern des „Antifakongress“ in München Räume des Gewerkschaftshauses nach Kritik durch die GdP (und einem Artikel der rechten Website „Journalistenwatch“ ) gekündigt. Nach breiter Kritik von den Gewerkschaftern ruderte die Gewerkschaftsspitze jedoch zurück.

Ähnliches geschah im Februar in Frankfurt, als sich die GdP „erschüttert“ zeigte, dass die Gruppe „Antifa United Frankfurt“ Räumlichkeiten für Veranstaltungen nutzen konnte.

Für uns als antifaschistischer Jugendverband ist diese Distanzierung von Antifa-Gruppen seitens der DGB-Spitze ein absolutes No-Go!

Sich von Antifaschismus zu distanzieren bedeutet, man öffnet sich nach Rechts.
Arbeitskämpfe, wie sie die Gewerkschaften führen, können nur von links gewonnen werden!
Mit gutem Beispiel voran, gingen die Kolleg*innen von Opel aus Erfurt, die im Frühjahr Björn Höcke aktiv von ihren Streiks ausschlossen.

Gewerkschaften müssen sich weiterhin antifaschistisch engagieren, positionieren und gegen Rassismus und Faschismus kämpfen!

Arbeitskämpfe müssen international und solidarisch stattfinden! Dafür steht der Antifaschismus!

Wir hoffen, dass sich die einzelnen DGB-Verbände nicht an die Aussage von Reiner Hoffmann halten und sich die Basis der Gewerkschaften gegen die Aussage stellt und sich weiterhin aktiv in antifaschistischen Gruppen einbringt!

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