Am Mittwoch, dem 29.08., um 18:30 versuchte eine Gruppe aus
verschiedenen rechten Parteien und Strukturen in Kaiserslautern eine Demonstration, unter dem Motto „Solidarität mit Chemnitz“, durch die Innenstadt, angefangen am Schillerplatz, zu veranstalten. Angemeldet wurde die Demo von der Lebensgefährtin Sascha Wagners, stellvertretender Landesvorsitzender der NPD. Neben ihnen versammelten sich ca. 30 weitere Neonazis, welche zu Anfang der Veranstaltung mit einem Redebeitrag Merkels Asylpolitik kritisieren und Solidarität und Verständnis für die widerlichen, rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz zeigen wollten. Jedoch fanden sich, trotz sehr kurzfristiger Mobilisierungszeit, ca. 200-300 Menschen zum Gegenprotest auf dem Schillerplatz ein, die mit lauten Rufen, Trillerpfeifen und Fahrradklingeln dem Anfangsredner kein Gehör verschafften und dieser nach einigen Sätzen seine Rede abbrach.
Als die Rechten ihren Demonstrationszug durch die Innenstadt in Richtung Musikerplatz, an dem sich unter anderem das Büro des Stadtverbandes der CDU befindet, beginnen wollten, blockierten die Gegendemonstrant*innen sämtliche Wege die vom Schillerplatz weg führten, sodass die Nazis ihre Veranstaltung nach ca. einer Stunde um 19:45 auflösen mussten. Selbst der Versuch der Polizei die Nazis durch ein asiatisches Restaurant zu schicken um den Schillerplatz Richtung Fußgängerzone zu verlassen scheiterte.
Generell verhielt sich die Polizei jedoch eher für uns, bis auf eine gewaltsame Wegschiebung einer Demonstrantengruppe.
Zu beachten ist in jedem Falle noch, das Klaus Armstoff, Bundesvorsitzender des 3. Wegs, mit einer größeren Anhängerschaft vor Ort war. Da der 3. Weg seit nun mehr als zwei Jahren in Kaiserslautern nicht mehr aktiv war und nun relativ überraschend bei dieser Veranstaltung auftauchte, sollte man das als Antifaschist*innen im Auge behalten. Dennoch können wir den Tag als Erfolg verbuchen. Die Faschist*innen sind nicht von ihrer Anfangskundgebung gekommen und diese wurde lautstark übertönt! Auch uns als Jugendverband tat es gut zu sehen, wie viele junge, auch noch unorganisierte, Menschen in Kaiserslautern gegen die Rechten auf die Straße gehen! Nach der Demo konnten wir noch einige Gespräche bzgl. Basisgruppenaufbau mit Interessierten führen, was Lust und Hoffnung auf mehr macht!

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