Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger, droht mit Ende des Flächentarifvertrags in der Metall- und Elektroindustrie. Laut ihm gibt es viele Arbeitgeber, die mit den angeblich zu hohen Löhnen und zu viel Freizeit der Arbeitnehmer*innen überfordert wären. Auch die im vergangenen Jahr stattgefundenen Tagesstreiks hätten drei Millionen Arbeitsstunden gekostet.

Wir sagen:
Kein Mitleid mit den Bonzen! Kämpfen wir für höhere Löhne und bessere Arbeitszeiten!

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie erlebte in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung und die großen Unternehmen wie VW und Daimler erwirtschaften jährlich dreistellige Milliardenbeträge. Dass diese Umsätze nur dadurch ermöglicht werden, dass Menschen ihre Arbeitskraft an die Chefs dieser Unternehmen verkaufen, ist dem Arbeitgeberverband scheinbar fremd. Die Arbeiterinnen sind es, welche die Profite erwirtschaften. Die Chefs stehen nicht am Fließband!

Die Drohung, der Tarifbindung ein Ende zu setzen, ist dabei ein weiterer Schritt hin zum ungebändigten Kapitalismus und dessen Ausbeutung des Menschen und Planeten! Die Tarifverträge, welche durch Gewerkschaften ausgehandelt werden, schützen die Arbeitnehmerinnen vor den Schikanen ihrer Chefs und sind diesen ein Dorn im Auge.


Sowohl die IG-Metall als auch die anderen Gewerkschaften und der DGB müssen auf solche Drohungen reagieren. Auch wenn die Bürokratisierung eben dieser immer weiter voranschreitet, wäre es wichtig, dass vor allem die Basis weiterhin Druck auf die Arbeitgeber ausübt bzw. sich mit anderen Branchen solidarisiert! Solche Drohungen zeigen uns, dass wir als arbeitende Klasse kämpferisch zusammenstehen müssen um uns gegen die Schikanen und Ausbeutung unserer Chefs wehren zu können!


Wir als linksjugend [`solid] Rheinland-Pfalz zeigen uns ebenfalls solidarisch mit allen Arbeitnehmer*innen in der Metall- und Elektroindustrie und werden sie bei ihren Arbeitskämpfen weiterhin unterstützen!
Außerdem fordern wir:

  • Tarifpflicht für ALLE Unternehmen! Schluss mit der Tarifflucht!
  • Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden für ALLE bei vollem Lohn- und Personalausgleich
  • 13 Euro Mindestlohn für alle, ohne Ausnahmen
  • Gegen Armut und Existenzängste!
  • Enteignung der 150 größten Unternehmen in Deutschland und Überführung in die demokratische Hand, unter der Kontrolle und Verwaltung durch die Arbeiter*innen und Bevölkerung!
  • Produktion demokratisch planen!
  • Schluss mit Leiharbeit und befristeten Verträgen – Für eine sichere Zukunft!

Für den Sozialismus!

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