Am 8. März war internationaler Frauen*kampftag und überall auf der Welt sind Menschen für Gleichberechtigung, ein Ende von Diskriminierung und gegen Ausbeutung auf die Straße gegangen. In Deutschland stand dieser Tag zum ersten Mal unter dem Motto des Frauenstreiks. Frauen sollen ihre Arbeit niederlegen, ob Lohnarbeit oder unbezahlte Pflege-, Haus- oder Erziehungsarbeit, denn Frauen arbeiten häufiger in prekärer Beschäftigung, sind stärker von Altersarmut betroffen und leisten mehr Arbeit im Haushalt und bei der Erziehung. Obendrein erleben sie auch deutlich häufiger Gewalt oder sexistische Diskriminierung.
Grund genug, dass auch wir als linksjugend [’solid] Rheinland-Pfalz am Freitag diverse Aktionen durchgeführt haben. In Trier gab es eine Demonstration unter dem Motto „My body, my choice“, welche sich für ein selbstbestimmtes Recht auf Schwangerschaftsabbrüche einsetzte. In Mainz gab es eine feministische Aktionswoche und eine Demonstration, an der sich über 400 Menschen beteiligten. Unsere Genoss*innen vor Ort ergriffen zu dem die Initiative, sich mit den Streikenden Mitarbeiter*innen von amazon in Bad Hersfeld zu solidarisieren. Auch in Kaiserslautern gab es eine Demonstration mit über 100 Teilnehmer*innen, an welcher die BG Kaiserslautern auch beteiligt war. In Landau führte unsere Basisgruppe einen Infostand durch, um unsere feministischen Positionen zu verbreiten. In Koblenz hatte die AfD eine Veranstaltung und es gab einen Gegenprotest, gegen das reaktionäre Frauenbild der AfD, an welchem sich die linksjugend beteiligte.

Wir setzen uns auch über den 8.März für Gleichberechtigung und gute Arbeitsbedingungen für alle ein. Um wirklich etwas zu ändern, müssen wir uns weiter vernetzen, über ein gemeinsames Programm diskutieren und die Streiks auf alle Schulen, Universitäten und Betriebe ausweiten. Dafür müssen wir auch verstärkt mit den Gewerkschaften zusammenarbeiten. Vollständige Gleichberechtigung wird es erst dann geben, wenn wir den Kapitalismus und seine brutale Profitlogik überwunden haben und eine Gesellschaft aufbauen, deren Wirtschaft sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Keine Befreiung der Frau ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Befreiung der Frau.

Wir fordern:
• Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit!
• Aufwertung von Pflege- und Erziehungsberufen! Mindestlohn von 12 Euro! Mehr Personal in Kitas und Krankenhäusern!
• Schluss mit Altersarmut! Mindestrente von 1.050€ für alle.
• Stoppt die Gewalt an Frauen! Ausbau von Frauenhäusern!
• Ermäßigter Mehrwertsteuersatz für frauenspezifische Hygieneartikel! Vollständige Übernahme von Verhütungskosten durch die Krankenkassen!
• Abschaffung der de facto Informationsverbote für Abtreibungen und her mit neutraler Beratung! Weg mit §219 und §219a!
• Kostenlose ganztägige Kinderbetreuung! Ausbau von Angeboten und Investitionen im Erziehungsbereich!
• Elternzeit für beide Elternteile im Beruf ausdehnen! Rückkehr in den Beruf vereinfachen!
• Vergesellschaftung der Hausarbeit und Daseinsvorsorge! Für flächendeckende und gut ausgestattete Kitas und Pflegeeinrichtungen! Für günstige Restaurants und öffentliche Wäschereien! Kostenfreie Kantinen!
• Akzeptanz von allen Sexualitäten und Lebensstilen!
• Unser Feminismus ist international! Unser Kampf ist grenzenlos!

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