In der letzten Woche ging in den sozialen Medien das Bild eines widerlichen Stickers herum, der sich gegen die minderjährige Klimaaktivistin Greta Thunberg richtet und ihr sexualisierte Gewalt androht. Darauf war die Zeichnung des Rückens einer nackten Frau, welche von hinten an ihren geflochtenen Zöpfen gepackt wird, zu sehen. Auf dem Rücken der Frau steht der Name Greta und darunter prangert das Logo des kanadischen Energiekonzerns X-Site-Energy-Services.
Die Öl-Firma distanzierte sich von diesem Sticker und kündigte „organisatorische Änderungen“ an. Dabei ist bis jetzt nicht klar, ob der Aufkleber wirklich von der Firma selbst stammt oder von anderen Personen erstellt wurde. Von wem der Sticker kommt, betrachten wir jedoch als weniger relevant, da Fakt ist, dass sexualisierte Gewalt und Frauenunterdrückung große Probleme innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft sind.

Die Absicht eines solchen Aufklebers ist in diesem Fall Arbeiter*innen, welche Angst um ihre Jobs haben, gegen die Klimabewegung aufzubringen. Zu diesem Zweck wird auf widerlichsten Sexismus zurückgegriffen. Die Abneigung gegen eine kleinbürgerliche Klimabewegung ist zwar verständlich, da diese Jobverluste und Arbeitslosigkeit hinnehmen würde, doch sind Arbeit und Umwelt keine Widersprüche! Dieses Beispiel zeigt sehr gut, wie Sexismus im Kapitalismus genutzt wird, um die Arbeiter*innenklasse zu spalten und den gemeinsamen Kampf der Arbeiter*innen für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und gegen die Klimazerstörung durch Energiekonzerne wie X-Site oder RWE zu schwächen.

Aufgrund solcher Geschehnisse stehen wir am 8. März und an allen anderen Tagen gegen Sexismus und für die Einheit der Arbeiter*innen ein. Nur gemeinsam ist ein Kampf für höhere Löhne und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen möglich. Die Stärke der Arbeiter*innen liegt darin, das ökonomische System durch Streik lahmzulegen. Das trifft die Kapitalist*innen bei ihren Profiten. Die Gewerkschaften sollten diese Stärke vermehrt nutzen, um nicht nur während Tarifverhandlungen zu streiken, sondern auch gegen andere Missstände wie Gewalt an Frauen, rechten Terror und die Klimazerstörung vorzugehen.

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