Am 8. März ist der internationale Frauenkampftag und überall auf der Welt gehen Menschen für Gleichberechtigung, ein Ende von Diskriminierung und gegen Ausbeutung auf die Straße. In Deutschland steht dieser Tag seit 2019 unter dem Motto des Frauenstreiks. Frauen sollen ihre Arbeit niederlegen, ob Lohnarbeit oder unbezahlte Pflege-, Haus- oder Erziehungsarbeit. Denn Frauen arbeiten häufiger in prekärer Beschäftigung, sind stärker von Altersarmut betroffen und leisten mehr Arbeit im Haushalt und bei der Erziehung. Obendrein erleben sie auch deutlich häufiger Gewalt oder sexistische Diskriminierung. Mit einem Streik als politisches Druckmittel soll auf diese Missstände aufmerksam gemacht werden. Nur wird zwar der Streik von vielen gefordert, aber es ist unklar wie das erreicht werden soll. Die Menschen riskieren ihre Jobs oder ein Tagesgehalt – das können sich viele nicht leisten. Uni und Schule lassen sich zwar leichter bestreiken, jedoch muss das Ziel sein alle Lohnabhängigen zum Streiken zu bekommen, z.B. könnte auch direkt für besser Löhne gestreikt werden und Tarifverhandlungen geführt werden. Die Gewerkschaften sind jedoch bis jetzt nur solidarisch aber organisieren keine Streiks. Ohne uns wird das auch nicht passieren. Wir wollen an die Basis. Bis jetzt ist der Frauenstreik in Deutschland sehr unbekannt. Es sind fast nur Studentinnen, die etwas organisieren und dabei oft nicht über Identitätspolitik hinaus denken. So kommen wir nicht weiter. Auch in Deutschland wird jährlich in der Pflege, Kitas und ÖPNV gestreikt. Die Kämpfe müssen verbunden werden. Wir müssen für die Emanzipation alle diese Streiks unterstützen und die Gewerkschaft auffordern, den 8. März zum politischen Streiktag zu machen!

Wir setzen uns auch über den 8.März für Gleichberechtigung und gute Arbeitsbedingungen für alle ein. Um wirklich etwas zu ändern, müssen wir uns weiter vernetzen, über ein gemeinsames Programm diskutieren und die Streiks auf alle Schulen, Universitäten und Betriebe ausweiten. Dafür müssen wir auch verstärkt mit den Gewerkschaften zusammenarbeiten. Vollständige Gleichberechtigung wird es erst dann geben, wenn wir den Kapitalismus und seine brutale Profitlogik überwunden haben und eine Gesellschaft aufbauen, deren Wirtschaft sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Keine Befreiung der Frau ohne Sozialismus, kein Sozialismus ohne Befreiung der Frau.

• Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit!


• Aufwertung von Pflege- und Erziehungsberufen! Mindestlohn von 13 Euro! Mehr Personal in Kitas und Krankenhäusern!

• Schluss mit Altersarmut! Mindestrente von 1.050€ für alle.

• Stoppt die Gewalt an Frauen! Ausbau von Frauenhäusern!

• Ermäßigter Mehrwertsteuersatz für frauenspezifische Hygieneartikel! Vollständige Übernahme von Verhütungskosten durch die Krankenkassen!

• Abschaffung der de facto Informationsverbote für Abtreibungen und her mit neutraler Beratung! Weg mit §219 und §219a!

• Kostenlose ganztägige Kinderbetreuung! Ausbau von Angeboten und Investitionen im Erziehungsbereich!

• Elternzeit für beide Elternteile im Beruf ausdehnen! Rückkehr in den Beruf vereinfachen!

• Vergesellschaftung der Hausarbeit und Daseinsvorsorge! Für flächendeckende und gut ausgestattete Kitas und Pflegeeinrichtungen! Für günstige Restaurants und öffentliche Wäschereien! Kostenfreie Kantinen!

• Akzeptanz von allen Sexualitäten und Lebensstilen!

• Unser Feminismus ist international! Unser Kampf ist grenzenlos!

In Rheinland-Pfalz gibt es in vielen Städten Aktionen am Wochenende:

Kaiserslautern: Themenwochenende eines feministischen Bündnisses mit verschiedenen Workshops (u.a. „Was ist sozialistischer Feminismus“ ), Filmabend, Infostand am Samstag und Demo am Sonntag um 16 Uhr vor der Stiftskirche

Mainz: Demonstration um 14 Uhr vor dem Hbf und um 17 Uhr ein Vortrag in der LGS (Gärtnergasse 24) zu „Was ist sozialistischer Feminismus“

Trier: Samstag Infostand und Verteilaktion von DIE LINKE und Sonntags ab 12 Uhr eine Demo am Kornmarkt

Westerwald: Verteilaktionen und Sprechblasen-Aktion, bei der Frauen* gesellschaftliche Verbesserungswünsche zum Ausdruck bringen können

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