Via Basisgruppe linksjugend [’solid] Kaiserslautern:

Solidarität mit den Beschäftigten bei Coca-Cola!

Wie die regionale Tageszeitung „Rheinpfalz“ am 30. Januar berichtete, plant die Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE) die Schließung des Logistikstandortes in Ramstein-Miesenbach zum 31. August 2020. Betroffen von der Schließung sind 52 der insgesamt 90 Arbeitsplätze. Lediglich die Außenmitarbeiter*innen des Vertriebs seien nicht von den Streichungen betroffen.

Grund für die Schließung sei laut dem Unternehmen die immer geringere Auslastung des Ramsteiner Standorts. Außerdem wolle man in Zukunft die Logistik-Aktivitäten auf die Produktionsstandorte Mannheim und Liederbach verlagern. Durch die generelle Umstrukturierung des Unternehmens ist deshalb nicht nur der Standort Ramstein-Miesenbach, sondern bspw. auch Hamburg und Münster betroffen, wodurch insgesamt 313 Arbeitsplätze deutschlandweit wegfallen werden. Zwar sei laut der CCEP DE das Ziel, weitestgehend auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und den Angestellten Arbeitsplätze in Mannheim und Liederbach zu ermöglichen, jedoch wäre diese Weiterbeschäftigung mit einer starken Veränderung der Lebensverhältnisse durch einen Umzug verbunden. Für Beschäftigte mit Familien, die in der Westpfalz verankert sind, stellt dies keine ernstzunehmende Alternative dar.

Der Weltkonzern Coca-Cola, der im Jahr 2018 über 6 Milliarden Dollar Gewinn eingefahren hat, spielt hier mit den Existenzängsten der Arbeitenden aufgrund von Marktanpassung, Konkurrenzfähigkeit und Profitzwang.

Wir als linksjugend [`solid] Kaiserslautern solidarisieren uns mit allen betroffenen Angestellten bei Coca-Cola in Ramstein-Miesenbach sowie deutschlandweit und fordern, dass für die Betroffenen ernstzunehmende Alternativen von der Landesregierung erarbeitet werden. Jeder Arbeitsplatz muss zu gleichen oder besseren Bedingungen erhalten bleiben. Eine Arbeitszeitverkürzung auf 30-Stunden pro Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich muss umgehend eingeführt werden. Eventuell notwendige Fort- und Weiterbildungen müssen hundertprozentig von Coca Cola finanziert werden.

Egal ob bei Coca-Cola, GKN oder Adient – das Problem heißt Kapitalismus!

Die Meldungen über Schließungen und den damit verbundenen Stellenabbau häufen sich seit einigen Monaten. Es herrscht ein wirtschaftlicher Herbst und eine neue Krise steht vor der Tür. Parallel dazu kämpfen die Menschen in Südamerika, im Iran oder in Frankreich gegen Unterdrückung und Ausbeutung durch die Herrschenden. Durch die Marktmechanismen des Kapitalismus sind solche Krisen, wie auch schon 2008, vorprogrammiert. Doch die dadurch entstehenden Verluste werden nicht wie die Gewinne der Unternehmen durch die Bosse monopolisiert, sondern auf Kosten der Belegschaft sozialisiert. Die Arbeiter*innen Leiden durch Stellenstreichungen und Standortschließungen, während der Krise. Bei Wirtschaftsbooms und den dadurch eingefahrenen Gewinnen, bekommen sie aber kaum bis keinen Anteil am von ihnen erwirtschafteten Kapital ab.

Um diese und weitere Krisen, inklusive ihrer Folgen wie Armut und Existenzängste, zu verhindern, benötigt es einen radikalen Systemwandel! Solange der durch den Kapitalismus auferlegte Profitzwang und die damit einhergehende Ausbeutung von Menschen und der Umwelt existiert, werden wir keine ausreichenden Verbesserungen für uns erreichen können. Die einzigen die von der jetzigen Situation Profitieren sind die Chefs der großen Banken und Konzerne sowie deren Aktionäre.

Nur eine demokratisch geplante Wirtschaft, welche sich an den Interessen und den Bedürfnissen der Menschen und Umwelt orientiert, kann die Grundlage für eine zukunftsfähige Gesellschaft sein, in der wir alle ein gutes Leben führen können – befreit von Unterdrückung und Ausbeutung!

Wir kämpfen gegen jede Verschlechterung für die lohnabhängige Bevölkerung, für jeden Arbeitsplatz und für eine sozialistische Demokratie!

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