Am 17. Januar findet in Mainz eine bundesweite Großdemo von Fridays for Future statt. Treffpunkt ist um 12 Uhr in der Ludwigstraße. Zu ihrem ersten Geburtstag mobilisiert die Bewegung nach Mainz, aufgrund der guten Lage und der politischen Relevanz der Stadt.

Trotz einem Jahr mit fast wöchentlichen Schulstreiks und globalen Massenaktionen, wie am 20. September, hat die herrschende Politik bislang keine ernstzunehmenden Maßnahmen ergriffen, um die Klimakrise aufzuhalten. Solche Maßnahmen kann es im kapitalistischen Wirtschaftssystem auch gar nicht geben. Solange sich die Produktion in den Händen einiger weniger, sehr reicher Menschen befindet, welche sich nur um ihre Profite scheren, und die bürgerlichen Politiker*innen lediglich Politik im Interesse dieser machen, ist effizienter Klimaschutz unmöglich.
Es braucht einen konsequenten Bruch mit dem Kapitalismus und seinen bürgerlichen Verteidigern, hin zu einer sozialistischen Demokratie.

Doch auch wenn Teile der Welt schon direkt von der Klimakatastrophe betroffen sind, wie beispielsweise der im Sommer brennende Amazonas oder das aktuell in Flammen stehende Australien, so hängt die Umweltbewegung immer noch an kleinbürgerlichen Ideen fest und lässt sich von der herrschenden Klasse vor den Karren spannen. So bekam „die deutsche Greta Thunberg“ Luisa Neubauer erst vor kurzem das Angebot, Teil des Siemens Aufsichtsrates zu werden. Mit solchen Maßnahmen und der Veröffentlichung von Greenwashing-Produkten, wollen sowohl große Firmen als auch Startups die Umweltbewegung zur Imageverbesserung und zur Erschließung eines neuen Marktes nutzen.
Doch statt zu begreifen, dass wir die Klimakrise nur durch einen Bruch mit dem kapitalistischen System aufhalten können, bejubeln viele Teile der Bewegung das scheinheilige Vorgehen der Konzernchefs. Für uns ist jedoch klar, dass wir nicht mit veganen Burgern und Bambuszahnbürsten etwas erreichen, sondern nur durch eine demokratisch geplante Wirtschaft im Sinne aller Menschen und der Umwelt und nicht der Profite!

Diese Greenwashing-Produkte suggerieren durch ihren Preis und ihre Marketingpräsentation vor allem eins: Umweltschutz ist ein Lifestyle, den man sich leisten können muss. Diese armenfeindliche Praxis wird aber nicht nur von Konzernen und kleinbürgerlichen Teilen der Umweltbewegung durchgeführt, sondern auch von der Politik in diversen Reformen umgesetzt. So zum Beispiel wäre eine CO2 Steuer primär eine Maßnahme, auf Kosten der arbeitenden Masse, welche es sowieso schwer genug hat, sich über Wasser zu halten. Wir wollen die Verantwortung der Klimakrise nicht auf die Armen und Ausgebeuteten schieben, sondern die zur Verantwortung ziehen, welche für die Krise verantwortlich sind: Die Kapitalisten und ihre Produktionsweise!

Trotz aller Kritik an der Fridays for Future Bewegung, wollen wir am 17. Januar auf die Straße gehen! Wir wollen zeigen, dass die Klimakrise nur durch einen Bruch mit dem kapitalistischen System und der Errichtung einer demokratisch geplanten Wirtschaft aufzuhalten ist!
Für uns ist die Klimafrage eine Klassenfrage! Wir stehen an der Seite mit den Arbeitenden, den Armen und allen von der Krise Betroffenen auf der ganzen Welt!

✊Wofür wir käpfen✊
➡Verkehrswende sozial und gerecht: Für einen ÖPNV zum Nulltarif! Massiver Ausbau des Schienennetzes und Erhöhung der Taktung. Verkehrsbetriebe in öffentliches Eigentum überführen unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch die lohnabhängige Bevölkerung.

➡Es geht nicht, dass Konzerne sich über Jahrzehnte für eine umweltschädliche Produktion entscheiden und wir für die entstandenen Schäden zahlen sollen: Die Verursacher müssen zahlen! Die Kosten für die Umrüstung umweltschädlicher Dieselautos, bei dessen Abgaswerten die Autoindustrie Jahre lang gemogelt hat, die Entsorgung von radioaktivem Giftmüll etc.: Für all das sollen die Konzerne zahlen, die daran verdient haben und nicht wir! Das bedeutet auch keine Subventionen für den Kohleausstieg!

➡ Kohleausstieg jetzt! Garantierte Weiterbeschäftigung ohne Lohnverlust bei gleichzeitiger Arbeitszeitverkürzung für alle Kolleg*innen! Niemand darf arbeitslos werden! Kostenlose Umschulungen für alle Beschäftigten, wenn nötig!

➡Massives Subventionsprogramm für den Ausbau erneuerbarer Energiegewinnung in staatlicher Hand! Ein solcher Ausbau könnte zehntausende neue Jobs schaffen!

➡Sofortige Einführung einer Millionärssteuer von minimal 10%! 25-prozentige einmalige Abgabe für alle Milliardäre!

➡Energiegewinnung in öffentliche Hand: Für die entschädigungslose Enteignung der größten Energiekonzerne und ihre Überführung in Gemeineigentum unter demokratische Kontrolle und Verwaltung durch Beschäftigte, Wissenschaftler*innen, Staat und Umwelt- und Verbraucher*innenorganisationen!

➡Kapitalismus überwinden! Errichtung einer sozialistischen Demokratie weltweit!

Abfahrtszeiten aus Rheinland-Pfalz:
Alzey: 10:34, Gleis 2
Kaiserslautern: 10:02, Gleis 1
Koblenz: 10:30, Gleis 4
Landau: 10:03, Gleis 4
Mainz: 11 Uhr Landesgeschäftsstelle DIE LINKE (Gärtnergasse 24)
Trier: 9 Uhr am HBF

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