Ver.di in die Offensive! Für bessere Arbeitsbedingungen bei den privaten Busunternehmen!
Wie vor wenigen Tagen bekannt wurde, kann es ab dem 1. März bei den Angestellten privater Busunternehmen in Rheinland-Pfalz zum unbefristeten Streik kommen. Ver.di hatte bereits angekündigt, dass es, wenn es kein Entgegenkommen Seitens der Unternehmen gäbe, zur
Urabstimmung und zum Streik käme. Die Tarifverhandlungen, bei denen Angestellte u.a. faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen fordern, laufen schon länger ohne Ergebnis. Zuletzt gab es diesbezüglich bereits eintägige Warnstreiks. Der Schritt zu einem unbefristeten Streik ist in unseren Augen längst überfällig, da die Lage der Busfahrer*innen momentan katastrophal ist und nur ein entschlossener Streik daran etwas ändern kann. Durch die momentanen Pausenregelungen leisten Busfahrerinnen nicht selten 12 bis 13 Stunden-Schichten, die aber nicht als solche bezahlt werden, da aktuell nur die reine Fahrzeitangerechtnet wird. Viele Unternehmen haben auch wegen der von ihnen angebotenen schlechten Arbeitsbedigungen und niedrigen Löhnen zu wenige Fahrerinnen. Ver.di fordert auch daher eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 38 Stunden pro Woche, einen Stundenlohn von 15,60€ und ein 13. Monatsgehalt für die Angestellten.

Für die Verstaatlichung des kompletten öffentlichen Nahverkehrs!

Wir halten die Forderungen der Gewerkschaft für sinnvoll und werden die Kolleginnen, sollte es zu einem Streik kommen, so gut wir können unterstützen. Wir sind aber auch der Meinung, dass der Kampf da nicht aufhören kann. Um auch langfristig bessere Arbeitsbedingungen zu sichern, müssen wir für eine komplette Verstaatlichung des öffentlichen Nahverkehrs kämpfen. Damit aber dieser im Sinne der Bevölkerung und der Angestellten geleitet wird, muss der ÖPNV unter demokratische
Kontrolle der Gewerkschaften, der Angestellten und Vertreterinnen der lokalen Bevölkerung gestellt werden. Dadurch könnten auch Streckenführung und Ausbau des ÖPNV´s gerade im ländlichen Gebiet besser geplant und umgesetzt werden. Profite der Bosse würden dafür hinten anstehen.

Kein Hass den Angestellten, Solidarität mit den Kolleg*innen!


Bei den letzten Warnstreiks im Busverkehr kam es oft zu Wut und Unverständnis seitens der Fahrgäste. Gerade in Rheinland-Pfalz sind viele auf den regionalen Busverkehr angewiesen, um zur Schule oder zum Betrieb zu kommen. Dies ist auch nachvollziehbar, doch muss diese Wut nicht den Kolleginnen gelten, sondern den Bossen der Busunternehmen, die unseren Nahverkehr kaputt sparen. Die Kolleg*innen können nichts für die Zustände, daher rufen wir dazu auf, sich solidarisch mit den Streikenden zu zeigen.


Wir kämpfen für:
• Höhere Löhne für alle Angestellten der privaten Busunternehmen
• Für eine drastische Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn- und Personalausgleich
• Verpflichtende Pausen zwischen Fahrten müssen voll vergütet werden
• Für die Verstaatlichung aller privater Busunternehmen unter demokratischer Kontrolle durch Vertreterinnen der Gewerkschaften, Angestellten und der Bevölkerung

• Solidarität mit den Kolleginnen im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen

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