Am morgigen Samstag, dem 22.08.21, will die Kameradschaft Reinhessen zusammen mit DIE RECHTE Südwest wie schon im August vergangenen Jahres in Ingelheim aufmarschieren. Das Motto der Nazis ist wieder „Mord verjährt nicht“. Sie beziehen sich damit auf den fünften und letztlich erfolgreichen Selbstmordversuch des ehemaligen Reichsverteidigungsministers unter dem deutschen Faschismus Rudolf Heß am 17.08.1987. Dieses Datum wird immer wieder von Faschisten gewählt, um ihre Lügen zu propagieren, Heß sei ermordet worden. Die Rechte und ihre Unterstützer*innen beziehen sich deutlich auf den deutschen Faschismus und legitimieren dessen Grausamkeiten. Dieser Geschichtsverdrehung und Verherrlichung eines Faschisten und Kriegsverbrechers müssen wir alle entschieden entgegenzutreten.

Der Faschismus ist eine Ideologie, welche sich gegen die Interessen der Arbeiter*innen richtet. Der kapitalistische Konkurrenzkampf wird mit brutalsten Mitteln fortgeführt. Durch die Propaganda von Volk und Nation sollen die wahren Konflikte in unserer Gesellschaft verschleiert werden, nämlich die Unterschiede zwischen arm und reich. Der Faschismus spaltet die Einheit der Arbeiter*innenklasse und schwächt damit unsere Stärke. Dies nützt am Ende nur den Besitzenden unserer Gesellschaft, den Kapitalist*innen, also den Chefs der großen Banken und Konzerne.

Wir sehen im Kampf gegen den Faschismus auch immer einen Kampf für soziale Verbesserungen und gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem. Gemeinsam können wir höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und niedrigere Mieten erkämpfen. Dafür müssen wir aber die Spaltung in Nationen, Religionen, Geschlechter etc. überwinden. Wir streiten für eine Gesellschaft frei von Diskriminierung und Ausbeutung, in der alle Menschen frei leben können und gleichberechtigt an der Gesellschaft und der Produktion beteiligt sind. Für sozialistische Demokratie! Und dieser Kampf wird immer notwendiger, den der Kapitalismus steckt in einer tiefen Krise. Umweltzerstörung nimmt immer weiter zu, das Gesundheitssystem ist marode und mit der bevorstehenden Wirtschaftskrise drohen weitere Entlassungen, Massenarbeitslosigkeit und Sozialabbau. Dagegen müssen wir uns wehren und eine Alternative zu diesem System aufzeigen.

Egal ob zum Todestag von Rudolf Heß, bei Hetze gegen Migrant*innen oder beim Angriff auf unsere Lebensgrundlage: Wir werden niemals den Faschisten die Straße überlassen. Also kommt mit uns gemeinsam nach Ingelheim und stellt euch den Faschisten entschlossen entgegen!

Treffpunkt 1 Ingelheim Hauptbahnhof: 12:30 Uhr!Treffpunkt 2 Bingen Hauptbahnhof: 17:00 Uhr!

Am selben Abend findet in Kusel eine Wahlkampfveranstaltung der AfD statt. Diese inszeniert sich oftmals als Anti-Establishment Partei gegen den sogenannten „linksgrünen-Mainstream“, was sich vor allem durch rassistische, sexistische oder queerfeindliche Parolen ausdrückt. Diese Rhetorik führt zur Spaltung der Lohnabhängigen und verschleiert die wahre Ursache unserer gesellschaftlichen Probleme. Parallel dazu vertritt die AfD eine Wirtschaftspolitik ganz im Interesse der großen Banken und Konzerne, was nicht wirklich überraschend ist, da die AfD gerne Großspenden dieser entgegennimmt. Damit ist die AfD ein fester Teil der herrschenden Klasse und nicht die Anti-Establishment-Kraft als die sie sich gerne ausgibt.

Als sozialistischer Jugendverband ist für uns klar, dass wir Proteste gegen die AfD unterstützen! Wir stellen uns gegen jegliche Formen von Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit! Kämpfe gegen die Unterdrückung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität wollen wir Verbinden mit den Kämpfen für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und niedrige Mieten.

Treffpunkt Parkplatz Fritz-Wunderlich-Halle, Kusel 18:00 Uhr!

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