Mobilität ist ein Grundbedürfnis aller Menschen. Deshalb muss es auch allen entgeltfrei zur Verfügung gestellt werden. DIE LINKE kämpfen wir für einen ÖPNV zum Nulltarif und ein gut ausgebautes Verkehrswesen in öffentlicher Hand. Dies ist nicht nur sozial, sondern auch ökologisch notwendig. Um das Auto weitestgehend überflüssig zu machen, müssen die Stecken von Bahnen ausgebaut bzw. reaktiviert und die Taktung bedarfsgerecht erhöht werden. Seit 1994 wurden bundesweit 3.600km Schiene stillgelegt. Eine Reaktivierung wäre in vielen Orten möglich und sinnvoll z.B. die Hunsrückbahn. Auf dem Land ist man so deutlich besser angebunden und der ländliche Raum wird attraktiver und zugänglicher. Die Stilllegungen hatten vor allem den Grund, dass sei sich für die Betreiber nicht rentierten. Die Profitlogik des kapitalistischen Systems zerstört so systematisch Infrastruktur.

Deswegen ist es wichtig, dass Bahn und Verkehrswesen in öffentlicher Hand liegen, unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch die Beschäftigten, Gewerkschaften und den Staat. So kann ein bedarfsgerechtes Verkehrswesen im Interesse der Mehrheit der Menschen etabliert werden.

In den Städten würde ein ÖPNV zum Nulltarif eine starke Entlastung für die Anwohner:innen bedeuten und die Lebensqualität ebenfalls erhöhen. Freiwerdende Flächen können genutzt werden, um Radwege auszubauen und um neue Grünflächen und Parkanlagen zu bauen.

Unsere Ideen für eine Verkehrswende entsprechen nicht den Interessen der Bosse der Autoindustrie, welche ihre Profite machen wollen. Die bürgerlichen Parteien legen sich dabei nicht mit ihnen an, sondern vertreten weiterhin ihre Profitinteressen. So werden Autobahnen statt Zugstecken ausgebaut und die Autoindustrie mit Milliarden unterstützt. Bei den Kolleg*innen kommt davon nichts an und es werden trotzdem massiv Stellen abgebaut. Deswegen muss die Autoindustrie verstaatlicht und unter demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die Beschäftigten, Gewerkschaften und den Staat gestellt werden. So können Arbeitsplätze, gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen garantiert werden.

Generell ist es wichtig, dass die Umstellung im Verkehrswesen, der Autoindustrie und anderen Bereichen niemanden den Job kosten. Wir fordern eine 30 Stunden Woche für alle Beschäftigten bei vollem Lohn- und Personalausgleich. So kann dafür gesorgt werden, dass die reduzierte Arbeit auf alle verteilt wird und keinen Einkommensverlust oder höhere Belastung bedeutet. Auch fordern wir, wo Bedarf besteht, kostenlose Weiterbildungen und Umschulungen für die Kolleg:innen anzubieten. Fahrkartenkontrolleur:innen könnten sowohl weiterhin als Zugbegleiter:innen fungieren und die Möglichkeiten der Betreuung von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen ausgeweitet werden, als auch den erhöhten Bedarf an Zugführer:innen decken. Die Umstellung der Produktion in der Autoindustrie kann genutzt werden, um mehr Züge, Straßenbahne und Busse zu produzieren. Es wäre viel möglich, wenn statt der kapitalistischen Profitgiert und Konkurrenz die Interessen von Menschen und Umwelt im Mittelpunkt stehen würden.

Auch wenn der ÖPNV zum Nulltarif bei 71% der Bevölkerung auf Zustimmung stößt, werden uns die herrschenden nichts schenken. Um eine soziale und ökologische Verkehrswende zu ermöglichen muss investiert werden. Um dies zu finanzieren müssen die Kommunen entschuldet, sowie die Vermögenssteuer wieder in Kraft gesetzt und Unternehmensprofite massiv besteuert werden. Die Reichen wollen natürlich nichts von ihrem Vermögen abgeben.  Umso weniger werden sich die Bosse der Industrie dazu bereiterklären, diese in die öffentliche Hand zu geben. Um solche Forderungen umzusetzen, braucht es eine starke Bewegung auf der Straße, als auch kämpferische und demokratische Gewerkschaften und eine sozialistische LINKE. Werde deswegen jetzt mit uns aktiv und lasst uns gemeinsam für eine ökologische und lebenswerte Zukunft kämpfen!

Wir kämpfen für:

  • ÖPNV zum Nulltarif!
  • Reaktivierung von stillgelegten Eisenbahnstrecken und Bahnhöfen!
  • Massiver Ausbau von neuen S-Bahn- und Regionalbahnstrecken!
  • Konsequenter ÖPNV-Anschluss in alle ländlichen Regionen!
  • Fahrradverkehr unterstützen und Radwege ausbauen!
  • Private Verkehrsunternehmen und Autoindustrie verstaatlichen unter demokratischer Kontrolle durch die Beschäftigten, Gewerkschaften und den Staat!
  • Arbeitsplatzgarantie und Arbeitszeitverkürzung auf 30-Stunden bei vollem Lohn- und Personalausgliche. Wenn nötig: Kostenlose Fortbildungen und Umschulungen.
  • Die Reichen sollen zahlen – Vermögenssteuer wieder in Kraft setzen, stark progressive Besteuerung von Unternehmensgewinnen.

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