Solidarität mit den Kolleg:innen der privaten Busunternehmen! Streiken, bis wir gewinnen!
Nachdem es bereits zum Warnstreik bei den privaten Busunternehmen in Rheinland-Pfalz kam, sind die Kolleg:innen am Montag in den unbefristeten Streik getreten. Die Arbeitgeber:innen haben bisher kein ernstzunehmendes Angebot vorgelegt. Ein Erzwingungsstreik ist daher die richtige Antwort. Die Forderungen der Kolleg:innen sind nämlich auch mehr als berechtigt. Laut der Gewerkschaft ver.di ist der Streik auch gut gestartet mit 80% Beteiligung. Das sind 2.800 von 3.500 Kolleg:innen.
Dieses Potenzial muss jetzt auch voll ausgespielt werden. Dieser Kampf muss gewonnen werden und nicht zu einem faulen Kompromiss führen. Die Pandemie hat gezeigt, wie essentiell die Kolleg:innen im Verkehrsbetrieb sind. Dafür sollen sie auch angemessen bezahlt und ihre Pausenzeiten vergütet werden. Dass es jetzt zu einem unbefristeten Streik kommt, ist die Schuld der Bosse und nicht der Fahrer:innen. Deswegen sollte es auch jetzt Solidaritätsaktionen und Kundgebungen geben, um die Kolleg:innen in ihrem Kampf zu unterstützen. Ver.di könnte diese organisieren und ihre Mitgleider in anderen Bereichen und aus der breiten Bevölkerung zu mobilisieren. Nur so kann der Druck auf die Arbeitgeber:innen erhöht werden.
Diese geben in der Zwischenzeit dem Land die Schuld. Sie seien auf Refinanzierung durch die öffentliche Hand angewiesen, hätten seit der letzten Tariferhöhung aus dem September 2021 noch kein zusätzliches Geld erhalten, könnten daher auch die aktuellen Forderungen nicht umsetzen. Wenn private Busunternehmen wie DB Regio und PalatinaBus nicht in der Lage sind ihre Arbeiter:innen vernünftig zu bezahlen und gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, sollten sie gleich in öffentliches Eigentum überführt werden und unter die demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die Beschäftigten, die Gewerkschaften und das Land gestellt werden. So können bessere Arbeitsbedingungen und gute Mobilität für alle gewährleistet werden.
Wir wünschen den Kolleg:innen weiterhin viel Kraft bei ihrem Kampf und rufen alle dazu auf, sich solidarisch mit ihnen zu zeigen und Streikaktionen und -posten zu unterstützen.

2 Idee über “Solidarität mit den Kolleg:innen der privaten Busunternehmen! Streiken, bis wir gewinnen!

  1. Ute Dörr sagt:

    ich finde es schon richtig, dass auch die Fahrer der Busse genug verdienen, doch wir haben einen Patienten der täglich nachmittags auf den Bus angewiesen ist, und auch eine Jahreskarte hat. Also für täglich bezahlt hat. Leider wird an diese Leute nicht gedacht. Auch weiß er nie im Voraus, kommt der Bus oder nicht.

    • Maximilian Klinkner sagt:

      Dann wäre es doch gut, wenn sie Mithelfen, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, die es zu verantworten haben, dass die Kolleg:innen streiken müssen.

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